Die gotische Literatur dient seit langem als kraftvolles Medium zur Enthüllung der verborgenen Ängste und der strukturellen Ungleichheiten der Gesellschaft, insbesondere in Bezug auf Geschlecht und Macht. Aus feministischer Sicht zeigen gotische Erzählungen, wie Körper, Geist und Identitäten von Frauen durch patriarchale Unterdrückung geformt und oft verzerrt werden. Dieses Papier untersucht die Schnittstelle von Geschlecht, Natur und Wahnsinn in der gotischen Literatur und argumentiert, dass Wahnsinn häufig als Folge patriarchaler Beschränkungen entsteht, während die Natur sowohl als Raum der Unterdrückung als auch des Widerstands dient. Durch eine feministisch-gotische Linse analysiert die Studie, wie weibliche Figuren innerhalb männlich dominierter Sozialstrukturen zum Schweigen gebracht, eingesperrt und psychologisch destabilisiert werden. Texte wie Frankenstein, Wuthering Heights und The Yellow Wallpaper zeigen, wie die gotische Literatur patriarchale Autorität kritisiert, indem sie Frauen mit natürlichen Räumen und emotionalem Überschuss verbindet. Letztlich argumentiert das Papier, dass der gotische Wahnsinn keine angeborene weibliche Schwäche ist, sondern eine sozial produzierte Reaktion auf systematische Unterdrückung.
M.C. et al. (Sat,) haben diese Fragestellung untersucht.