Dieses Papier untersucht die Syntax und die Diachronie italienischer kausaler Sätze, die durch perché, siccome und poiché eingeführt werden. Obwohl sie in der modernen italienischen Sprache oft als nahezu Synonyme behandelt werden, unterscheiden sich diese Subordinatoren systematisch in ihrer syntaktischen Verteilung, interpretativen Eigenschaften und diachronen Entwicklung. Wir zeigen, dass perché zentrale adverbiale Sätze einführt, die im vP/TP-Bereich integriert sind, während siccome und poiché periphere adverbiale Sätze einführen, die in der linken Peripherie integriert sind. Diese strukturelle Spaltung korreliert mit einer Reihe von Diagnosen: Nur perché-Sätze können im Rahmen von Matrixfokus, Negation oder epistemischen Operatoren auftreten, und nur sie können als Fragmentantworten fungieren. Im Gegensatz dazu überschreiten siccome- und poiché-Sätze konsequent Matrixoperatoren und kodieren nicht-undiskutierte Inhalte. Eine diachrone Studie zeigt, dass die interne und externe Syntax der kausalen Sätze, die durch jeden Subordinator eingeführt werden, von Altitalienisch bis heute stabil geblieben ist. Dennoch weisen siccome- und poiché-Sätze unterschiedliche Semantiken auf, da sie aus nicht-kausalen Konstruktionen abgeleitet sind (sie stammen jeweils von komparativen und temporalen Sätzen). Wir argumentieren, dass das kontrastierende Verhalten aus der strukturellen Zusammensetzung der Subordinatoren folgt.
Garzonio et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.