Gingivarezession ist ein häufiges mukogingivales Defizit, das durch die apikale Migration des Gingivalsaums gekennzeichnet ist, was zur Wurzelexposition, dentinaler Überempfindlichkeit, eingeschränkter Ästhetik und erhöhter Anfälligkeit für Wurzelkaries führt. Zahnbewegungen bei kieferorthopädischer Behandlung bei Patienten mit dünnem Gingivaphänotyp und unzureichendem keratinisiertem Gewebe können Rezessionsdefekte begünstigen. Die Vermehrung der befestigten Gingiva ist essenziell, um die parodontale Stabilität zu gewährleisten und einen weiteren Abbau des Weichgewebes zu verhindern. Der freie Gingivatransplantat (FGG) ist eine vorhersagbare und erprobte Methode zur Verbreiterung und Verdickung der keratinisierten Gingiva. Dieser Fallbericht beschreibt die Behandlung einer Miller-Klasse-II-Gingivarezession bei einer 20-jährigen Frau während kieferorthopädischer Behandlung, die aus der Abteilung für Kieferorthopädie überwiesen wurde. Der Defekt wurde mit einem autologen freien Gingivatransplantat vom Gaumen versorgt. Die postoperativen Bewertungen zeigten eine deutliche Zunahme der Breite des keratinisierten Gewebes, verbesserte Gingivadicke, Reduktion der Überempfindlichkeit und zufriedenstellende Wurzelabdeckung mit stabilen Ergebnissen. Der Fall unterstreicht die Bedeutung des interdisziplinären Managements und unterstützt den FGG als verlässliche Methode zur mukogingivalen Augmentation bei kieferorthopädischen Patienten.
Dr. Janhavi Kulkarni*, Dr. Karishma Kaphane, Dr. Yogesh Doshi, Dr. Rasika Painter, Dr. Akash Lavate, Dr. Vishnu V Maske (Sun,) untersuchten diese Fragestellung.