Das dominante Paradigma zur Bekämpfung von Fehlinformationen priorisiert die rechnerische Erkennung, Klassifizierung und automatisierte Faktenprüfung. Dieses Papier argumentiert, dass solche Ansätze auf einer unüberprüften epistemischen Annahme beruhen, dass die kritische Fähigkeit des Menschen stabil und ausreichend bleibt, um algorithmische Ausgaben zu interpretieren, zu überprüfen und zu steuern. Wir identifizieren einen strukturellen blinden Fleck in diesem Paradigma, der insbesondere in Bildungskontexten hervorsticht, in denen eine zunehmende Abhängigkeit von generativer künstlicher Intelligenz das Potenzial birgt, die gerade für eine effektive Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI erforderlichen epistemischen Fähigkeiten zu untergraben. Um diese Behauptung präzise zu formulieren, entwickeln wir einen Rahmen der epistemischen modalen Logik, der die Unzulänglichkeit rein rechnerischer Verteidigungen zur Gewährleistung des kritischen Verständnisses bei menschlichen Akteuren demonstriert. Wir schließen, dass technische Verteidigungen notwendigerweise von vorherigen Bildungsinvestitionen in menschliche epistemische Tugenden abhängen und die Verteidigung gegen Fehlinformationen als ein Problem der sozio-kognitiven-technischen Resilienz und nicht nur als algorithmische Optimierung umformulieren.
Farhana Ferdousi Liza (Di,) hat diese Frage untersucht.