Strukturell kontrollierte Felsinstabilität ist eine der kritischsten Arten von Grundversagen bei unterirdischen Ausgrabungen unter Niederdruckbedingungen. Typische Stabilitätsanalysen berücksichtigen eine Reihe von Vereinfachungen in Bezug auf die Geometrie der Gesteinsdiskontinuitäten und die Ausgrabung. Diese Methoden können die Wahrscheinlichkeit des Auftretens und die Größe von Keilen, die sich an den Ausgrabungswänden bilden, nicht vollständig bestimmen, was entscheidend für die Quantifizierung der Gefahr ist, die mit dem Versagen von Keilen in unterirdischen Bergwerken verbunden ist. Dieses Papier präsentiert einen umfassenden und systematischen Ansatz zur Bewertung der Keilbildung und Stabilität rund um unterirdische Bergbauausgrabungen. Die Arbeit berücksichtigt die Komplexität des strukturellen Regimes unter Verwendung von DFN-Modellierung und dem detaillierten 3D-Profil der unterirdischen Ausgrabung, das durch Vermessung erhalten wurde. Der entwickelte Ansatz wurde erfolgreich in einem operativen unterirdischen Bergwerk angewandt, was die Schätzung der Lage und Größe der kritischsten Keile und die Quantifizierung des mit der Keilbildung verbundenen Risikos ermöglichte. Die Bestimmung der möglichen Größe und Lage von gebildeten Keilen ist eine unschätzbare Information für die Gestaltung der Driftgeometrie und der Strategien zur Felsverstärkung. Die auf DFN basierte Risikoanalyse wurde mit wirtschaftlichen Kennzahlen kombiniert, um eine umfassende Risikoanalyse im Zusammenhang mit dem Versagen von Keilen im unterirdischen Bergwerk bereitzustellen. Der entwickelte Ansatz trägt zur Optimierung von Erdstützungssystemen unter Niederdruckbedingungen bei.
Grenon et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.