Die Ziele dieser Studie waren, die Resistenz von Getreidesorten und -linien unter Freilandbedingungen in der Nähe von Martonvásár während der Wachstumsperioden 2022/2023 und 2023/2024 zu untersuchen. Die beiden untersuchten Jahre waren durch die Dominanz unterschiedlicher Rostkrankheiten gekennzeichnet. Im ersten Zeitraum gab es eine sehr starke Epidemie des Gelbrosts, während im zweiten Zeitraum ein Ausbruch von Blattrost eine gute Gelegenheit bot, resistente Linien auszuwählen. Blattfleckenpathogene waren während der untersuchten Vegetationsperioden kontinuierlich in den Getreidefeldern vorhanden. Nach mikroskopischer Untersuchung wurden mehrere Blattfleckenpathogene identifiziert, darunter Pyrenophora-Arten, Septoria-Blattflecken, verursacht durch den Pilz Zymoseptoria tritici (früher bekannt als Septoria tritici oder Mycosphaerella graminicola), den Erreger von Hüllflecken (Parastagonospora nodorum) sowie Fusarium- und Alternaria-Arten, zusammen mit einer bakteriellen Infektion. In beiden Wachstumsperioden wurden Getreidesorten und -linien mit guter Resistenz und Toleranz identifiziert. Beobachtungen aus den Wachstumsperioden 2022/2023 und 2023/2024 bestärken die langjährige Erfahrung, dass neben den Eigenschaften der Wachstumsperiode die Resistenz der Sorten eine entscheidende Rolle im Krankheitsmanagement und in der erfolgreichen Getreideproduktion spielt. Innerhalb des "Green Deal" der Europäischen Union betont die Strategie "Vom Hof auf den Teller" das Ziel, den Pestizidverbrauch bis 2030 um 50 % zu reduzieren. Die Züchtung resistenter Sorten ist die wirtschaftlichste und umweltfreundlichste Methode zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten. Die Entwicklung von ertragreichen, hochwertigen sowie krankheitsresistenten Sorten war immer eine Priorität in den Zuchtprogrammen in Martonvásár.
Cséplö et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.