Das Fettembolie-Syndrom (FES) ist eine seltene, aber potenziell tödliche Komplikation bei orthopädischen Eingriffen. Obwohl über extrakorporale Unterstützung bei trauma-bedingtem FES berichtet wurde, wurde die Anwendung der veno-arteriellen extrakorporalen Membranoxygenierung (V-A ECMO) bei FES während elektiver Gelenkersatzoperationen nicht beschrieben. Wir berichten über einen Fall einer 67-jährigen Frau, die sich einer Revisions-Gesamthüftarthroplastik unterzog. Während des Eingriffs entwickelte sie eine ausgeprägte Hypoxämie und refraktäre Hypotonie nach einer iatrogenen Femurfraktur vor der Zementfixierung. Trotz Flüssigkeitsresuscitierung sowie vasopressorischer und inotropischer Therapie kam es zum kardiovaskulären Kollaps. Der klinische Verlauf war konsistent mit FES, kompliziert durch akutes Rechtsherzversagen und pulmonale Hypertonie, und V-A ECMO wurde zur kreislaufstützenden Therapie initiiert. Die Patientin wurde am postoperativen Tag 4 erfolgreich von der ECMO befreit und ohne größere Komplikationen entlassen. Dieser Fall zeigt, dass fulminantes intraoperatives FES abruptes Rechtsherzversagen auch während elektiver Arthroplastik verursachen kann und legt nahe, dass eine frühzeitige Erkennung und rechtzeitige Einleitung von V-A ECMO lebensrettend sein können.
Mabuchi et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.