Die verkörperte Mentalisierung von Eltern bezieht sich darauf, wie Eltern mit ihrem Körper zeigen, dass sie den Geist ihres Säuglings im Auge haben. Ziel der Hauptstudie war es zu untersuchen, welche Faktoren die verkörperte Mentalisierung von Vätern beeinflussen. Eine Zufallsstichprobe von 200 Vätern und ihren 12 Monate alten Säuglingen wurde aus einem großen, longitudinalen, bevölkerungsbasierten Datensatz, der "Little in Norway (LiN)"-Studie, entnommen. Der partnerbezogene Bindungsstil der Väter wurde bei der Einschreibung bewertet, depressive Symptome wurden viermal während der Schwangerschaft und 12 Monate nach der Geburt gemessen, ebenso wie der Erziehungsstress. Videotaped Interaktionen zwischen Vater und Säugling wurden mit der Parental Embodied Mentalizing Assessment (PEMA) kodiert. Die Ergebnisse zeigten, dass Väter von Mädchen eine höhere Fähigkeit zur verkörperten Mentalisierung im Vergleich zu Vätern von Jungen demonstrierten. Es wurden keine direkten Effekte von pränatalen Depressionen oder dem Bindungsstil auf die verkörperte Mentalisierung der Väter festgestellt, was darauf hindeutet, dass niedrigere Ebenen an Bindungsunsicherheit und depressiven Symptomen die Fähigkeit der Väter zur verkörperten Mentalisierung nicht unbedingt beeinträchtigen. Jedoch erhöhten depressive Symptome während der Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit für postnatale depressive Symptome und Erziehungsstress. In Kombination standen diese erhöhten Risiken im Zusammenhang mit einer schlechteren verkörperten Mentalisierung bei Vätern. Dies legt nahe, dass eine Depression sowohl während der Schwangerschaft als auch wenn das Kind 12 Monate alt ist, sowie das Erleben von Stress in der Erziehungsrolle Risikofaktoren für beeinträchtigte verkörperte Mentalisierung sein können.
Svendsrud et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.