Kongenitale Herzkrankheit (KHK) ist die häufigste angeborene Fehlbildung bei der Geburt und steht im Zusammenhang mit neuroentwicklungsbedingten Beeinträchtigungen. Veränderungen der kardiovaskulären Physiologie können zu einer reduzierten zerebralen Blutperfusion und Sauerstoffversorgung führen, was das Wachstum und die Reifung des Gehirns negativ beeinflusst. Fortgeschrittene Bildgebungsstudien zeigen, dass diese Abweichungen in der Gehirnentwicklung bereits intrauterin auftreten können, bedingt durch die Unfähigkeit des fetalen Kreislaufsystems, den erhöhten metabolischen Anforderungen des Gehirns gerecht zu werden. Eine fetale Gehirndysmaturierung erhöht die Anfälligkeit für postnatale Hirnschädigungen und ist mit nachteiligen langfristigen neuroentwicklungsbedingten Folgen während der gesamten Kindheit verbunden. Dies unterstreicht das Potenzial effektiver pränataler neuroprotektiver Strategien bei Föten mit KHK, da die Optimierung ihres intrauterinen Umfelds irreversible neurologische Schäden verhindern und langfristige neuroentwicklungsbedingte Komorbiditäten minimieren könnte. Diese Überprüfung gibt einen umfassenden Überblick über pränatale neuroprotektive Strategien bei Föten mit kritischen KHK, einschließlich intrauteriner therapeutischer Interventionen, pränataler chirurgischer Herzinterventionen und veränderbarer pränataler und perinataler Risikofaktoren.
Nijman et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.