Das orale Mikrobiom fungiert als ein komplexes und koordiniertes mikrobielles Netzwerk, das im gesamten Mundraum sowohl in der Gesundheit als auch in der Krankheit ansässig ist. Obwohl sich die meisten Forschungen zum oralen Mikrobiom auf Bakterien konzentriert haben, wächst das Interesse an den oralen Pilzgemeinschaften, die als das orale Mycobiom bekannt sind. Der Mundraum beherbergt ein komplexes und vielfältiges Mycobiom, das aus schätzungsweise 100 Pilzarten besteht; die Rollen dieser Pilze sind jedoch weitgehend übersehen worden und bleiben unzureichend charakterisiert, insbesondere bei Kindern. Dies stellt eine kritische Lücke dar, da die frühe Lebensphase ein wichtiger Zeitraum für die Etablierung oraler mikrobielle Gemeinschaften ist, die die lebenslange orale und systemische Gesundheit prägen und Chancen für frühe Interventionen bieten. Neueste technologische Fortschritte, insbesondere das Next-Generation-Sequencing, haben die Identifizierung neuer Pilzarten ermöglicht und unser Verständnis der Vielfalt, Struktur und Interaktionen zwischen Pilzen, Bakterien und anderen Komponenten im Mundraum vertieft. Dennoch bleibt die Forschung zum pädiatrischen oral Mycobiom fragmentiert und begrenzt in ihrem Umfang. Diese Lücke zu schließen, ist wichtig, da das orale Mycobiom in der frühen Lebensphase eine unterbewertete Rolle bei der Prägung der Immunentwicklung spielen könnte, die Anfälligkeit für orale Krankheiten beeinflusst und möglicherweise zu systemischen Erkrankungen während der Kindheit und darüber hinaus beiträgt. In dieser Übersicht untersuchen wir das orale Mycobiom bei Kindern und konzentrieren uns auf dessen Bildung und Dynamik in Gesundheit und Krankheit, einschließlich Karies, Parodontalerkrankungen, endodontischen Infektionen und Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, und erkunden seine Verbindungen zu mehreren systemischen Folgen. Durch die Synthese aktueller Erkenntnisse über pilzbedingte biologische Risikofaktoren wollen wir die Entwicklung verbesserter Diagnoseinstrumente informieren und die Fortschritte bei präventiven und therapeutischen Strategien aus der Sicht der Pilze leiten.
Xiang et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.
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