Dieser Artikel bewertet ein bedeutendes und umstrittenes Feld neu, dessen Umfang seine Länge bestimmt. Zunächst wird die Forschung zu den Highland Clearances (ca. 1760–1860) und der Landagitation (1870er/80er Jahre) seit den 1970er Jahren überprüft. Zweitens, und auf den kulturellen Wandel aufbauend, der in der neueren Forschung identifiziert wurde, wird die primäre Bedeutung nicht von Demografie oder Wirtschaft, sondern von Ideologie argumentiert: die Clearances und die Landagitation als im Kern ein Konflikt zwischen der politischen Ökonomie und einer gälischen ethischen Weltanschauung oder einem System, das einen sozialen Vertrag verkörperte und Analogien zu E. P. Thompsons ‚moralischer Ökonomie‘ aufweist. Obwohl ihre Kollision als Erklärung für die besondere Intensität der Highland Clearances herangezogen wird, werden politische Ökonomie und gälische moralische Ökonomie nicht als monolithisch oder gegensätzlich betrachtet, und es werden Andeutungen auf einen ‚dritten Weg‘ gemacht, der nie beschritten wurde. Die Wiederentdeckung und Zentrierung der gälischen moralischen Ökonomie ermöglicht eine ganzheitlichere Betrachtung der Epoche von innen und außen und hängt von einer angemessenen Auseinandersetzung mit gälischen und gälisch-abgeleiteten Quellen ab: mündliche Tradition, die dem Napier-Kommission (1883–4) gegebenen Hinweise und insbesondere gälische Poesie und Gesang, letztere hier als lebendiges Archiv gälischer Ethik behandelt, das von den Dichtern aufrechterhalten wird, und als Seismograph des sozialen Wandels. Schließlich stützt sich der Artikel auf den kulturellen Wandel und gälische Quellen, um die Gesellschaft während der Clearances und der Zeit nach den Clearances neu zu bewerten, die hier durch Eigentümer und Pächter, die mittelständische Klassen und ‚die Menschen unten‘ repräsentiert wird. Die menschlichen Beziehungen innerhalb und zwischen diesen sozialen Schichten werden neu überdacht, und menschliches Verhalten wird bewertet, um die Vielfalt zu erkennen, die aus Persönlichkeit und Ort entsteht, sowie Verhaltensspektren. Es wird auch die gälische Teilhabe und Handlungsmacht auf allen sozialen Ebenen sowie auf beiden Seiten der angesprochenen ideologischen Kluft anerkannt.
Martin MacGregor (Sa.) hat diese Frage untersucht.