Der Fall betrifft eine 85-jährige Frau, die aufgrund von Blutungen mit einem oberen Rektumkarzinom cT4aN2aM0, cStage IIIc zur Therapie an unsere Klinik überwiesen wurde. CT zeigte begleitende auffällige Varizen im Rektummesenterium sowie um die Gebärmutter und die Anhängsel. Die dynamische CT zeigte, dass die rektalen Varizen in Verbindung mit einer arteriovenösen Fistel des Tumors standen, während die Beckenvenenvarizen durch eine arteriovenöse Fistel von der linken Eierstockvene beeinflusst wurden. Die beiden Varizen waren unabhängig, und es wurde bestätigt, dass kein Blutfluss zwischen ihnen bestand. Bei intraoperativen Beobachtungen reduzierte sich der Blutfluss der rektalen Varizen nach Abtrennung der unteren Mesenterialarterie, und es gab keine Blutung von den rektalen Varizen, sodass die geplante robotergestützte Hartmann-Operation sicher durchgeführt werden konnte. Es wurden auffällige Stauungen in den Venen um die Anhängsel der Gebärmutter von der linken Eierstockvene beobachtet, jedoch hatte dies keinen Einfluss auf den chirurgischen Eingriff. Die Kombination von Rektumkarzinom mit rektalen Varizen und Beckenvarizen ist selten. Das Verständnis der hämodynamischen Verhältnisse der jeweiligen Varizen anhand präoperativer Bildgebung ermöglichte eine sichere Operation.
Koba et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.