Energie-Sharing ist ein neues Konzept auf dem europäischen Strommarkt, das von den EU-Mitgliedstaaten umgesetzt werden muss. Während einige europäische Länder reduzierte Netzentgelte für das Energie-Sharing eingeführt haben, behauptet die schwedische Regulierungsbehörde, dass angepasste Tarife für das Energie-Sharing mit den Grundsätzen der Kostenreflexivität und Nichtdiskriminierung, die in Artikel 18 der EU-Stromverordnung festgelegt sind, nicht vereinbar sind. Diese unterschiedlichen Ansätze zum Energie-Sharing werfen die Frage auf, ob Artikel 18 der Stromverordnung die Möglichkeit einschränkt, reduzierte Netzentgelte für Kunden anzuwenden, die am Energie-Sharing beteiligt sind. Energie-Sharing und die Gestaltung der Netzentgelte verfolgen teilweise gemeinsame Ziele, nämlich eine effizientere Nutzung des Stromnetzes zu ermöglichen. Reduzierte Tarife können die Teilnahme am Energie-Sharing attraktiver machen und die Vorteile widerspiegeln, die das Energie-Sharing für das Stromnetz mit sich bringt. Diese Studie zeigt, dass reduzierte Tarife für das Energie-Sharing Signale geben können, die langfristig zu einer effizienteren Nutzung des Stromnetzes führen. Solche Tarife können als kostenreflektierend und im Einklang mit der EU-Regulierung betrachtet werden.
Johannes Yngve (Thu,) hat diese Frage untersucht.