Dieses Papier bietet eine Analyse der jüngsten Änderungen und Kontroversen in der Rechtsprechung des Adoptionsrechts in - beispielsweise - England und Wales, d.h. dem hochkarätigen Fall Re X & Y (Kinder: Adoptionsanordnung: Aufhebung) [2025], der Gegenstand eines laufenden Berufungsverfahrens beim Obersten Gerichtshof ist und bei dem ein Adoptivelternteil versucht, eine lang bestehende Adoptionsanordnung aufzuheben. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat kürzlich ähnliche Fragen behandelt, z.B. den Zugang zu Gesundheitsakten, Informationen über abgegebene Kinder und das angebliche ‚Recht‘, nicht die Chance auf ein zukünftiges Wiedersehen zu verlieren. Es gibt Erkenntnisse, die aus einer vergleichenden Analyse der unterschiedlichen, sich entwickelnden Ansätze zur Thematik des Zugangs zur Identität und dem schwächenden Begriff der Unwiderruflichkeit in der Adoption gewonnen werden können. Das Papier ist auch deshalb aktuell, weil Nordirland sich derzeit in einem Entschädigungsverfahren für Überlebende von Zwangsadoptionen in bestimmten Institutionen befindet. Auch die Republik Irland wird bald eine formelle Analyse ihres Gesetzes von 2022 (über Geburtsinformationen und Rückverfolgung) sehen, das - wenn auch in sehr begrenztem Umfang - das Thema des Zugangs zu Geburts- und frühen Lebensakten von Adoptivkindern behandelt.
Alice; id_orcid 0000-0003-2268-6931 Diver (Sat,) hat diese Frage untersucht.