Diese Studie untersucht, wie das Universelle Design für Lernen (UDL) Framework in das Training virtueller Labore integriert werden kann und wie die neuartige Umsetzung das Lernen und die selbstberichtete Studienaufmerksamkeit der Studierenden beeinflusst. Das Training virtueller Labore konzentriert sich auf die Schulung zur Laborsicherheit für Studierende des Chemieingenieurwesens und wird mit interaktiven 360°-Panorama-Bildern umgesetzt. Ein bestehendes Training virtueller Labore, das jährlich von über tausend Universitätsstudierenden absolviert wird, wurde vollständig mit vier UDL-ausgerichteten Designelementen neu gestaltet: modulare Inhaltsstruktur, multimodale Darstellung, erhöhte Bewertungsvielfalt und Betonung von Relevanz. Rückmeldungen von 750 Studierenden zeigten, dass das UDL-verbesserte Design mit höherem Engagement sowie sowohl anhaltender als auch selektiver Studienaufmerksamkeit assoziiert war, während es potenzielle Vorteile für die Zugänglichkeit nahelegte. Die modulare Struktur und die multimedialen Inhalte halfen, die kognitive Belastung zu verringern und hoben die Bedeutung hervor, unterschiedliche Lernpräferenzen zu berücksichtigen. Insgesamt deuten die Ergebnisse aus den selbstberichteten Rückmeldungen darauf hin, dass die Anwendung von UDL-Prinzipien auf das Design virtueller Labore die wahrgenommene Studienaufmerksamkeit und ein tieferes Verständnis sowie eine inklusivere und ansprechendere digitale Lernerfahrung unterstützt. Diese Studie erweitert UDL-Umsetzungen in den Kontext der Schulung zur Laborsicherheit und bietet evidenzbasierte Empfehlungen für das inklusive Design virtueller Laborangebote.
Girmay et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.