Hintergrund: Gewalt im Gesundheitssektor ist ein besorgniserregendes Phänomen, das nicht nur Fachkräfte, sondern auch die Qualität der Versorgung der Nutzer betrifft. Dieses Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Perspektiven der Operativen, Regionalen und Institutionellen Gruppen zu den relevanten Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt im Gesundheitssektor in der Region Alentejo zu sammeln. Methoden: Dies war eine qualitative Studie, in der fünf halbstrukturierte Interviews mit Kontaktpersonen der Regionalen Operativen Gruppe und der Institutionellen Operativen Gruppe der Region Alentejo durchgeführt wurden, die aus verschiedenen Gesundheitseinheiten aus praktischen Gründen ausgewählt wurden. Die Interviews wurden aufgezeichnet, transkribiert und gemäß dem Analyseprotokoll der IRaMuTeQ-Software (Interface de R pour les Analyses Multidimensionnelles de Textes et de Questionnaires) Version 0.7 Alpha 2 analysiert. Ergebnisse: Die Interviews hoben die Bedeutung des Aktionsplans zur Prävention von Gewalt im Gesundheitssektor hervor und betonten die Notwendigkeit seiner vollständigen Umsetzung. Sie beinhalten relevante Maßnahmen wie regelmäßige Treffen, Sensibilisierungsaktionen und Verbesserungen des Meldesystems. Kontinuierliche Schulung wird als entscheidend angesehen, um Fachkräfte vorzubereiten, und die physische sowie organisatorische Struktur der Institutionen wurde als verbesserungswürdig identifiziert. Die Unterberichterstattung von Gewaltfällen und die Notwendigkeit eines multidisziplinären Ansatzes waren wiederkehrende Themen. Fazit: Die Arbeitsgruppen erkennen die Bedeutung von Investitionen in Prävention, Schulung und Sensibilisierungsmaßnahmen an und betonen die Notwendigkeit, die umgesetzten Maßnahmen zu überwachen und zu bewerten. Zusammenfassend erfordert die Bekämpfung von Gewalt im Gesundheitssektor in der Region Alentejo einen kontinuierlichen, multidisziplinären Einsatz, um ein sicheres Arbeitsumfeld für Gesundheitsfachkräfte zu gewährleisten, mit einem Schwerpunkt auf Prävention, Schulung und Sensibilisierung von Fachkräften, Managern und der Gemeinschaft.
Bessa et al. (Sat,) untersuchten diese Fragestellung.