Die rasche Urbanisierung in Entwicklungsländern hat zur Verbreitung informeller Siedlungen mit sich verschlechternden Umweltbedingungen geführt; umfassende Bewertungen der Dynamik der Umweltqualität in Küstenslumsiedlungen bleiben jedoch begrenzt. Diese Studie untersucht Faktoren, die die städtische Umweltqualität in fünf Küstenslumsiedlungen (Bariga, Oworoshoki, Majidun, Iwaya und Ijora-Badia) in der Metropole Lagos, Nigeria, beeinflussen, und schließt die Wissenslücke im Verständnis der Beziehungen zwischen Umweltqualität und Wohlbefinden in informellen städtischen Gebieten. Ein integrierter spatiotemporaler Ansatz, der die Hauptkomponentenanalyse, GIS-basierte Mehrkriterien-Entscheidungsanalyse, analytische Hierarchieprozesse und gewichtete lineare Kombinationen kombiniert, wurde eingesetzt. Primärdaten wurden durch strukturierte Fragebögen von 250 Haushalten, umfassenden Interviews und Feldbeobachtungen gesammelt, während sekundäre Daten Satellitenbilder von Landsat 8 und Zensusdaten umfassten. Die Hauptkomponentenanalyse offenbarte die Dauer des Aufenthalts, die Wasserbereitstellung, die Gemeinschaftsentwicklung und die Gebäudecharakteristika als Hauptfaktoren, die 12,3–30,8% der Gesamtvarianz zwischen den Siedlungen erklärten. Die räumliche Analyse zeigte signifikante Unterschiede in der Umweltqualität, wobei 61–80% der Gebiete eine hohe Umweltbelastung erlebten. Wichtige Ergebnisse zeigen, dass 67–85% der Bewohner keine angemessenen Freizeiteinrichtungen haben, 76,5% keine Straßenbeleuchtung haben und 75% anständige Gehwege vermissen. Offene Deponierung ist die vorherrschende Abfallentsorgungsmethode (25-37,5%), während 34,5% auf Säckchenwasser zum Trinken angewiesen sind. Die Studie schlussfolgert, dass die Verschlechterung der Umweltqualität in Küstenslums aus unzureichender Infrastruktur, schlechter Regierungsführung und begrenzter Beteiligung der Gemeinschaft resultiert. Eine Zusammenarbeit der Beteiligten, politische Reformen und nachhaltige städtische Planungsinterventionen sind entscheidend für die Verbesserung der Umweltbedingungen und des Wohlbefindens der Bewohner in informellen Küstsiedlungen.
Okimiji et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.