Wir schätzen die Gelegenheit, auf die aufschlussreichen Kommentare von Dr. Koker zu unserem Artikel „Ein hoher präoperativer Glasgow-Prognoseschätzer erhöht das Risiko der Krankenhaussterblichkeit bei älteren Patienten mit perihilaren Cholangiokarzinomen“ zu antworten. Wir danken Dr. Koker für ihre durchdachte Analyse und dafür, dass sie die Bedeutung einer multidimensionalen Beurteilung der Fragilität bei älteren Patienten, die sich einer hepatobiliären Chirurgie unterziehen, hervorgehoben hat. Dr. Koker bringt mehrere relevante Punkte zur Sprache, die eine weitere Diskussion verdienen. Erstens stimmen wir zu, dass der GPS ein robuster Indikator für systemische Entzündung und Ernährungszustand ist, er jedoch nicht alle Dimensionen der Fragilität umfasst. Wie im Schreiben erwähnt, würde die Einbeziehung standardisierter Metriken wie der Clinical Frailty Scale, G8 oder Sarcopenie-Indizes wie dem Psoasmuskelbereich in der Tat ein umfassenderes präoperatives Profil bieten. In unserer klinischen Praxis erkennen wir zunehmend, dass das biologische Alter und die funktionelle Reserve oft kritischer sind als das chronologische Alter. Die Stärke des GPS liegt jedoch in seiner Objektivität und der weit verbreiteten Verfügbarkeit, da nur routinemäßige Blutproben (CRP und Albumin) erforderlich sind. Zweitens müssen wir bezüglich der Bedenken hinsichtlich von Einzelmessungen im Zusammenhang mit biliären Obstruktionen oder Cholangitis unser präoperatives Protokoll klären. In unserer Studie wurden alle Operationen erst nach Erreichen eines stabilisierten Zustands durchgeführt, bei einem Serumbilirubinspiegel von weniger als 2 mg/dL. Darüber hinaus wurden die Blutproben für den GPS einige Tage vor der Operation entnommen, konkret als keine klinischen Anzeichen einer aktiven Infektion oder entzündlichen Zuständen vorlagen. Während wir zustimmen, dass dynamische „Delta-GPS“- oder verlaufsbasierte Scores eine granularere prädiktive Kraft bieten könnten, deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass selbst ein statisches präoperatives GPS, wenn es in einem stabilisierten Zustand gemessen wird, ein kritischer Surrogatmarker für die Krankenhaussterblichkeit bei älteren Patienten bleibt. Drittens weist Dr. Koker zu Recht darauf hin, dass unsere Studie keine präoperativen ernährungs- oder entzündungshemmenden Interventionen spezifiziert hat. Angesichts der retrospektiven Natur unserer Studie, die sich über zwei Jahrzehnte (2000–2020) erstreckt, wurden standardisierte Prähabilitationsprotokolle nicht einheitlich in der gesamten Kohorte implementiert. Wir stimmen vollständig zu, dass die Untersuchung, ob ein hoher GPS durch intensive Prähabilitation „umgekehrt“ werden kann, eine wesentliche Richtung für zukünftige prospektive Forschung darstellt. Schließlich, obwohl der GPS als unabhängiger prognostischer Faktor über verschiedene Altersgruppen hinweg berichtet wurde, richtete sich unsere Untersuchung speziell an die ältere Kohorte, um einzigartige Risiken zu identifizieren. Wir erkennen an, dass die kleine Stichprobengröße nach der Neigungsmatchung (n = 61 pro Gruppe) die statistische Power für multivariate Analysen einschränkt. Entscheidenderweise haben wir keine umfassende Analyse der jüngeren Kohorte hinsichtlich der entzündlichen Reserve oder der Erholungsfähigkeit durchgeführt. Daher sollte die Frage, wie die Beziehung zwischen Alter und systemischer Entzündung die Fähigkeit zur Genesung von Komplikationen beeinflusst, in zukünftigen umfassenden Studien angesprochen werden. Abschließend glauben wir, dass unsere Studie einen wertvollen „Ausgangspunkt“ für die Verwendung des GPS als praktisches Screening-Tool für Fragilität bei älteren chirurgischen Kandidaten bietet. Wir begrüßen die Integration von longitudinaler entzündlicher Profilierung und multidimensionalen Bewertungsinstrumenten, wie von Dr. Koker vorgeschlagen, um unsere chirurgischen Entscheidungsfindungen weiter zu verfeinern und die Ergebnisse in dieser verletzlichen Population zu verbessern. Dieser Artikel ist mit den Arbeiten von Kokumai et al. verknüpft. Um diesen Artikel zu sehen, besuchen Sie https://doi.org/10.1002/jhbp.70078. Die Daten, die die Ergebnisse dieser Studie unterstützen, sind auf Anfrage beim korrespondierenden Autor verfügbar.
Shuichi Aoki (Thu,) hat diese Frage untersucht.