Einleitung Diese in Großbritannien (UK) durchgeführte Studie untersucht, wie Online-Tools und -Technologien die Interaktionen junger Erwachsener mit Fehlinformationen und Fake News im Alltag beeinflussen, wobei Erkenntnisse von jungen Erwachsenen und wichtigen Akteuren aus öffentlichen und privaten Sektoren integriert werden. Methoden Durch zwei Workshops zur Datenerhebung – eine Stakeholder-Engagement-Sitzung (N=22) und einen Co-Design-Workshop mit jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren (M=7) – erforschten wir die Herausforderungen, denen junge Menschen beim Begegnungen und im Umgang mit Fehlinformationen und Fake News online gegenüberstehen. Zusätzlich untersuchten wir das Design von datenschutzfördernden Technologien sowie die Innovations- und politische Entwicklungsprioritäten, die von unseren Stakeholdern hervorgehoben wurden. Ergebnisse Unsere Ergebnisse zeigen, wie junge Erwachsene in verschiedenen Kontexten besonders während emotional vulnerabler Lebensereignisse online von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden können. Unsere Ergebnisse betonen auch den Bedarf an weiterer empirischer Forschung, die junge Erwachsene innerhalb geschlossener Online-Gemeinschaften, wie Voice-Kanälen bei Online-Spielen, einbezieht, in denen Meinungen radikalisiert, Emotionen verstärkt und junge Erwachsene desensibilisiert werden können. Diskussion Wir schlagen Implikationen für die Gestaltung schädigungsreduzierender Werkzeuge vor, indem die individuelle Handlungsmacht junger Menschen erhöht wird, sie mit Fähigkeiten ausgestattet werden, um Fehlinformationen zu erkennen, zu bewerten und darauf zu reagieren, während gleichzeitig ihre algorithmische und neue Medienkompetenz verbessert wird. Wir plädieren zudem für verstärkte reziproke Interaktionen und Zusammenarbeit zwischen Mainstream- und marginalisierten Gemeinschaften. Diese Empfehlungen zielen darauf ab, den Bildungssektor, Eltern, politische Entscheidungsträger, Medienfachleute, Technologiedesigner und andere Interessengruppen zu leiten, kollektive Handlungsmacht auszuüben und kollaborative Anstrengungen zu fördern, um Kommunikationsformen und Werte zu teilen, die zur Schaffung einer sichereren Online-Umgebung für junge Erwachsene beitragen.
Zhang et al. (Wed,) haben diese Fragestellung untersucht.