Ziele: Die komplexe posttraumatische Belastungsstörung (CPTSD) ist eine relativ neue diagnostische Kategorie, und die klinische Praxis hat sich vor der Evidenzbasis angepasst. Es ist ratsam, Informationen über die aktuelle "Behandlung wie gewohnt" zu sammeln. Diese Studie zielt darauf ab, die aktuelle klinische Landschaft der angebotenen psychologischen Therapien für CPTSD in NHS-Diensten in Schottland zu beschreiben. Methoden: Eine Online-Umfrage wurde über Leitungen der Dienstmanager an Fachkräfte verteilt, die mit Erwachsenen in psychologischen Therapiediensten arbeiten. Die Umfrage stellte Fragen zu psychologischen Therapiemodellen und beruflicher Erfahrung sowie zur Therapiedauer und den wahrgenommenen Ergebnissen der Patienten für die letzten drei entlassenen Fälle der Fachkräfte. Ergebnisse: Neunundvierzig Fachkräfte, von denen die meisten klinische Psychologen waren, nahmen teil und lieferten Daten zu 139 klinischen Fällen. Dreiundzwanzig verschiedene therapeutische Modelle wurden von den Fachkräften genannt, wobei phasenbasierte Ansätze von 64 % der Fachkräfte beschrieben wurden. Die meisten Fachkräfte (89 %) bieten die Verarbeitung von Traumerinnerungen an, und zwei Drittel bieten phasenbasierte Ansätze an. Die häufigste Anzahl an Sitzungen lag zwischen 21 und 30. Die meisten Fälle wurden von den Fachkräften als abgeschlossen beschrieben, wobei 28 % vor Abschluss der Therapie endeten und weitere 7 % vorzeitig ausstiegen. Von denen, die als therapiefertig gemeldet wurden, wurden 86 % als verbessert nach der Therapie beurteilt, während 11 % als verschlechtert eingeschätzt wurden. Schlussfolgerungen: Es gibt eine große Vielfalt in den psychologischen Therapien, die als Behandlung wie gewohnt für CPTSD angeboten werden, wobei die meisten Elemente der Verarbeitung von Traumerinnerungen und Stabilisierungstechniken anbieten. Innovative Interventionen und Daten aus klinischen Studien sind erforderlich, um zukünftige klinische Entscheidungen bezüglich optimaler therapeutischer Modelle, Therapiekomponenten und Therapiedauer zu unterstützen.
McGlanaghy et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.
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