Romantische Liebe (oder Verliebtheit und Liebe) zieht zu allen Zeiten das Interesse der Menschen auf sich. Bereits wurden zahlreiche Studien zu verschiedenen Aspekten der Liebe durchgeführt und Erkenntnisse gewonnen, z. B. zu Liebeseinstellungen, dem Verlauf von Liebesbeziehungen, Liebesgefühlen, Zusammenhängen mit Entwicklung und psychischer Gesundheit sowie problematischen Verhaltensweisen wie Untreue oder IPV (intimate partner violence). Darüber hinaus ist romantische Liebe ein Thema, das nicht nur die Psychologie, sondern auch Soziologie, Psychiatrie und Neurowissenschaften einbezieht. In Japan wird die Liebesforschung jedoch oft als ein „exklusives“ Betätigungsfeld von nur wenigen Forschenden wahrgenommen, wodurch der Forscherkreis nicht erweitert wird und ein gewisses Gefühl der Stagnation entsteht. In diesem Symposium wird deshalb berichtet, welche Erkenntnisse die aktuelle Liebesforschung aus drei Perspektiven liefert: persönliche Aspekte (insbesondere der Zusammenhang mit Identität), Beziehungsaspekte (Einflüsse von Menschen außerhalb der Beziehung und IPV) sowie gesellschaftliche Aspekte (Beziehung zu Kultur und Zeit). Darauf aufbauend soll diskutiert werden, was die Liebesforschung zukünftig tun sollte und welche Erkenntnisse der Gesellschaft angeboten werden müssen.
Kosaka et al. (Wed,) untersuchten diese Fragestellung.
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