Die Begriffe klonale Monozytose unbestimmter Bedeutung (CMUS) und klonale Zytopenie und Monozytose unbestimmter Bedeutung (CCMUS) wurden von der International Consensus Classification of Myeloid Neoplasms (ICC) eingeführt, um Fälle von klonaler Hämatopoese (CH) und einer gleichzeitigen Monozytose zu beschreiben, die nicht die diagnostischen Kriterien der chronischen myelomonozytären Leukämie (CMML) erfüllten. Bis heute wurde ihre praktische Relevanz als klinisch-pathologische Entitäten auf Bevölkerungsebene nicht bewertet. Hier bewerten wir die Prävalenz, Bedeutung und natürliche Geschichte von CMUS und CCMUS unter 431.531 Teilnehmern der UK Biobank durch Analyse klinischer, genomischer und gesundheitlicher Ergebniedaten. Wir stellen fest, dass CMUS mit einer absoluten Monozytose und CCMUS Hochrisiko-Entitäten sind, die stark mit der Entstehung myeloider Neoplasien (MN), Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenerkrankungen assoziiert sind. Angesichts der insgesamt höheren Monozytenzahlen bei Männern und der geringen Progressionsrate von DNMT3A-CMUS zeigen wir, dass die Anpassung der Definition von CMUS/CCMUS zur Einbeziehung von geschlechtsspezifischen Monozytenschwellen und den Ausschluss isolierter DNMT3A-Mutationen aus der Definition die Assoziation mit neu auftretenden MN erheblich stärkt. Schließlich entwickeln wir angesichts ihrer Assoziation mit schlechten Ergebnissen MoSAIC, einen maschinellen Lernklassifikator, um das Vorhandensein von SRSF2-Mutationen (assoziiert mit hohem MN-Risiko) bei Personen mit Monozytose allein auf der Grundlage von Blutbildindices zu inferieren. Wir bestätigen unsere Ergebnisse in einer unabhängigen Kohorte von 625.328 dänischen Hausarztpatienten. Unsere Ergebnisse unterstreichen die klinische Relevanz von CMUS und CCMUS als eigenständige Hochrisikozustände im Spektrum der klonalen Hämatopoese und schaffen eine Evidenzbasis zur Verfeinerung ihrer diagnostischen Definition.
Dunn et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.
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