Melatonin, ein Indolamin, das entscheidend für die Regulierung der zirkadianen Rhythmen, Schlaf-Wach-Zyklen und die Immun- und endokrine Homöostase ist, kommt in biologischen Flüssigkeiten in extrem niedrigen Konzentrationen vor, was seine quantitativen Analysen analytisch herausfordernd macht. Diese narrative Übersicht bietet eine kritische vergleichende Bewertung der aktuellen Methoden zur Bestimmung von Melatonin in verschiedenen biologischen Matrizes – Plasma, Urin, Speichel, Muttermilch und Haar. Die besprochenen Techniken umfassen Immunassays, kolorimetrische und spektrophotometrische Methoden, chromatographisch-massenspektrometrische Plattformen (LC-MS/MS, UHPLC-MS/MS) und aufkommende Biosensoren. Jeder Ansatz wird hinsichtlich analytischer Empfindlichkeit, Spezifität, Reproduzierbarkeit, Kosten und klinischer Anwendbarkeit bewertet. Während immunoenzymatische und kolorimetrische Techniken zugängliche, kostengünstige Lösungen für großangelegte oder vorläufige Studien bieten, bleibt LC-MS/MS der Maßstab für Referenzanalysen und liefert sub-Pikogramm-Nachweisgrenzen und Multiplexing-Fähigkeiten. Allerdings schränken die hohen Kosten, die Verfahrenskomplexität und die inter-laboratorische Variabilität die routinemäßige Implementierung ein. Neue Entwicklungen, einschließlich molekular gedruckter Polymere, dispersiver Mikroextraktion und nanomaterialbasierter Biosensoren, deuten auf einen Wandel zu hybriden, nachhaltigen und tragbaren analytischen Plattformen hin. Durch die Synthese aktueller methodologischer Fortschritte und die Identifizierung wesentlicher Einschränkungen zielt diese Übersicht darauf ab, Forschern und Klinikern bei der Auswahl des geeignetsten analytischen Ansatzes für klinische, pharmakologische und zirkadiane Biomonitoring-Anwendungen zu helfen.
Butiulca et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.