Als Kernregion der Weidewirtschaft auf dem Qinghai-Tibet-Plateau ist die Provinz Qinghai erheblichen Bedrohungen der Viehproduktion durch zeckenübertragene Krankheiten ausgesetzt. Ziel dieser Studie war es, die Prävalenz von sechs bakteriellen Pathogenen in dominierenden Zeckenarten aus der Provinz Qinghai zu untersuchen, um Basisdaten für die lokale Überwachung zeckenübertragener Krankheiten bereitzustellen. Insgesamt wurden 1025 aktiv suchende Zecken aus wichtigen Weideregionen der Provinz Qinghai in den Monaten April bis Mai 2024 und 2025 gesammelt. Alle Zecken wurden morphologisch als zu einer Familie (Ixodidae), zwei Gattungen und vier Arten gehörend identifiziert. Dermacentor nuttalli war die dominierende Art mit einer relativen Dominanz von 66,83 % (685/1025, 95 % KI: 63,92–69,61 %), gefolgt von Haemaphysalis qinghaiensis mit 30,83 % (316/1025, 95 % KI: 28,11–33,69 %), Dermacentor silvarum mit 1,95 % (20/1025, 95 % KI: 1,27–2,98 %) und Dermacentor niveus mit 0,39 % (4/1025, 95 % KI: 0,15–1,01 %). Es wurde eine PCR-Detektion für sechs Zielpathogene durchgeführt. Die Gesamt-DNA-Nachweisrate für Brucella spp. betrug 0,78 % (8/1025, 95 % KI: 0,40–1,53 %) und für Rickettsia spp. 16,29 % (167/1025, 95 % KI: 14,16–18,67 %). Die statistische Analyse zeigte, dass die Prävalenz von Brucella spp. und Rickettsia spp. zwischen den beiden dominierenden Zeckenarten signifikant unterschiedlich war (Fisher’s exakter Test/χ2-Test, alle p < 0,001). In D. silvarum und D. niveus wurden keine Brucella- oder Rickettsia-Pathogene nachgewiesen. Es ist zu beachten, dass der Nachweis von Brucella spp.-DNA nicht die Präsenz lebensfähiger Bakterien oder die Vektorfähigkeit der Zecken bestätigt. Diese Studie schließt die regionale Datenlücke hinsichtlich zeckenübertragener Pathogene in Qinghai und bietet eine Referenz für die Prävention und Kontrolle lokaler zeckenübertragener Zoonosen.
Zhang et al. (Mi,) untersuchten diese Fragestellung.