Dieser Artikel untersucht die Grenzziehung durch bürokratische Gewalt in Myanmar im Hinblick auf zivile Dokumentation. Wir kategorisieren bürokratische Begegnungen in fünf Modalitäten bürokratischer Gewalt: aufgeschobene Staatsbürgerschaft und höhere Beweislasten; negative Ermessensspielräume in der administrativen Entscheidungsfindung; Entnationalisierung; administrative Auslöschung; und Bewegungsbeschränkungen. Seit dem Militärputsch 2021 haben sich solche Gewaltformen in Bezug auf geografischen Umfang und Anwendung ausgeweitet. Im Kontext von bewaffneten Konflikten, erzwungener Migration und dem Umbruch staatlicher Strukturen wird bürokratische Gewalt in der Produktion, Zirkulation und Einschränkung von Dokumenten als primäre Grenzziehungstechnik eingesetzt – mit Folgen für Rohingya und andere religiöse, ethnische und politische Gruppen.
Rhoads et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.