Kontext und Hintergrund: In Sambia existieren die National Anti-Corruption Policy (2023), der Anti-Corruption Act (2012) und die Anti-Corruption Commission. Trotz des Bestehens dieser politischen, rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen gegen Korruption (einschließlich Landkorruption) im Land bleibt die Korruption in den Landverwaltungsdiensten in Sambia hoch. Korruptionsfälle im Landsektor sind seit langem weit verbreitet, was von der Regierung und den Interessengruppen weithin anerkannt wird. Ziel und Zielsetzungen: Ziel dieses Artikels ist es, den Stand der Wahrnehmung von Korruption in Landverwaltungsdiensten zu ermitteln, die Formen und Triebkräfte der Korruption in staatlichen Landverwaltungsdiensten zu untersuchen und die Fortschritte bei der Minimierung von Korruption in staatlichen Landverwaltungsdiensten zu beleuchten. Methodik: Für diese Studie wurden sowohl Sekundär- als auch Primärdaten erhoben. Sekundärdaten wurden durch Desk Research und von Regierungsstellen gesammelte Dokumente gewonnen. Die Sekundärdaten wurden durch Primärdaten ergänzt, die von fünf gezielt ausgewählten Institutionen erhoben wurden: Ministry of Lands and Natural Resources (3 Hauptbefragte), Kitwe City Council (5 Hauptbefragte) und Zambia Land Alliance (Büro Kitwe) (1 Hauptbefragter). Als Datenerhebungsmethode bei den Befragten wurden persönliche Tiefeninterviews eingesetzt, und als Stichprobenverfahren wurde eine gezielte Stichprobenauswahl (purposive sampling) verwendet. Primärdaten wurden zudem von sechsundneunzig (96) Haushalten in Kitwe West erhoben, um die Konsistenz der empirischen Daten von Befragten aus verschiedenen Institutionen zu ermitteln und so auch die Validität und Reliabilität der Daten zu verbessern. Bei der Datenerhebung wurde eine einfache Zufallsstichprobe verwendet, um die Haushaltsbefragten auszuwählen, die in Eigentümerwohnungen lebten, während vermietete Wohnungen übersprungen wurden. Darüber hinaus wurden unter den Eigentümerhaushalten nur diejenigen berücksichtigt, die beim Erwerb von Staatsland direkt mit dem Kitwe City Council und dem Ministry of Lands and Natural Resources verhandelt und Eigentumstitel erhalten hatten. Dies bedeutet, dass diejenigen, die Land von privaten Verkäufern erworben haben, nicht Teil des Stichprobenumfangs waren. Ergebnisse: Den Forschungsergebnissen zufolge werden staatliche Landverwaltungsdienste, zu denen die Landzuteilung sowie die Landregistrierung und -titelung gehörten, als korruptionsanfällig wahrgenommen. Die Formen der Korruption, die als vorherrschend wahrgenommen wurden, waren Bestechung, Bevorzugung und Betrug, aufgeführt in der Reihenfolge von am häufigsten bis am wenigsten häufig. Zu den wahrgenommenen Triebkräften der Korruption gehörten das schwache Bodenrecht und die mangelhafte Umsetzung von Vorschriften, fehlende Transparenz und mangelnde Rechenschaftspflicht. Die Studie empfiehlt daher: Durchsetzbare Regeln für Landzuteilungsverfahren sollten in das Bodenrecht aufgenommen werden; Mechanismen zur Überwachung der Einhaltung von Landvorschriften sollten eingeführt werden, wie beispielsweise jene in der Service Charter des Ministry of Lands and Natural Resources; und die Transparenz sowie Rechenschaftspflicht bei öffentlichen Landinstitutionen sollten gestärkt werden.
Mushinge et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.