Geopolitische Transformationen des zwischenstaatlichen Systems weisen auf einen Übergang von einem unipolaren Modell der Weltordnung hin, das durch die Bemühungen der Vereinigten Staaten und anderer Länder des kollektiven Westens nach dem Zusammenbruch der UdSSR unterstützt wurde, zu einem gerechteren multipolaren System, das auf dem internationalen Recht basiert. Das moderne internationale Recht als normative und rechtliche Regulierungsinstanz zwischenstaatlicher Beziehungen wird zunehmend zum Ziel destruktiver politischer Kräfte, die versuchen, es zu verdrängen und durch einseitige politische Normen zu ersetzen, die die internationale Rechtsordnung negativ beeinflussen. Unter diesen Bedingungen ist die Entwicklung einer neuen internationalen Rechtsdoktrin, die darauf abzielt, die Rolle und Bedeutung des internationalen Rechts im zwischenstaatlichen System zu stärken, von besonderer Relevanz.
Anatoly Ya. Kapustin (Wed,) hat diese Frage untersucht.