Das Management von landwirtschaftlichen Abfällen und unbehandeltem Abwasser, insbesondere solchen, die pharmazeutische Schadstoffe enthalten, stellt eine erhebliche Herausforderung dar, insbesondere in Westafrika. Eine mögliche Lösung liegt in der Verwertung landwirtschaftlicher Biomasse zur Herstellung von Aktivkohle, die zur Behandlung dieser Schadstoffe eingesetzt werden kann. In dieser Studie wurden zwei lignozellulosische Biomassen aus der Region Ziguinchor in Senegal verwendet: Saba senegalensis und Palmenrinde. Die chemische Aktivierung der Biomassen wurde unter Verwendung von Phosphorsäure (85%) durchgeführt, wobei mehrere Parameter variiert wurden: das Verhältnis Rohmaterial/Säure, die Karbonisationstemperatur (500 °C bis 800 °C) und die Prozessdauer (40 bis 60 min). Die Ergebnisse zeigten, dass die besten Aktivkohlen mit einem Imprägnationsverhältnis von 1:2, einer Karbonisationstemperatur von 800 °C und einer Karbonisationszeit von 60 Minuten erzielt wurden. Texturale und chemische Analysen der hergestellten Aktivkohle wurden ebenso durchgeführt wie Adsorptionstests an Schadstoffen wie Ibuprofen in wässrigen Lösungen. Die Leistung der entwickelten Aktivkohle wurde mit der einer kommerziellen Aktivkohle (L27) verglichen. Die produzierten Aktivkohlen zeigten gute Adsorptionskapazitäten und stellen somit eine vielversprechende Lösung zur Behandlung von Wasser dar, das mit pharmazeutischen Verbindungen kontaminiert ist.
Diouf et al. (Freitag,) untersuchten diese Frage.