ZUSAMMENFASSUNG Ziel Natürliche Störungen nehmen unter dem globalen Wandel zu, eine globale Synthese ihrer Auswirkungen auf die Waldstruktur und -zusammensetzung fehlt jedoch noch. Wir zielten darauf ab, die Häufigkeit von strukturellen versus kompositorischen Veränderungen zu bewerten und gemeinsame Umstrukturierungspfade nach Störungen in verschiedenen Waldbiomen zu identifizieren. Zeitraum 1980–2023. Ort Global. Untersuchte Taxa Waldbaumarten. Methoden Wir führten eine systematische Literaturübersicht von 159 Studien durch, die die Waldstruktur und -zusammensetzung vor und nach Störungen (hauptsächlich durch Brände, Insektenausbrüche und Windwurf) berichteten. Wir quantifizierten strukturelle und kompositorische Veränderungen nach Störungsagent, Biome, Schweregrad, Forschungsmethode und Zeit seit der Störung. Anschließend klassifizierten wir die trajectories nach Störungen in vier Pfade: Selbstersatz, relais Nachfolge, Neuheit und verzögerte Regeneration. Ergebnisse Die meisten Studien zur Waldentwicklung nach Störungen konzentrierten sich auf temperierte Wälder und Feuer, wobei strukturelle Veränderungen häufiger waren als kompositorische. Das Wissen über Trajectories nach Störungen wird hauptsächlich von kurzfristigen Studien dominiert, was eine kritische Lücke im Verständnis langfristiger Trajectories nach Störungen offenbart. Selbstersatz ist in allen Biomen häufig, was darauf hindeutet, dass Störungen nur unter bestimmten Bedingungen als Katalysatoren des Wandels wirken. Relais-Nachfolge ist ein weit verbreiteter Entwicklungsweg nach Störungen in borealen Wäldern, verzögerte Regeneration in temperierten Laub- und Mischwäldern, und Neuheit nach Störungen tritt in temperierten, mediterranen und tropischen Regionen auf. Hauptschlussfolgerungen Da Störungen weiterhin Veränderungen bewirken, könnten die sich herausbildenden neuen Störungsregime die vorherrschenden Umstrukturierungspfade verändern. Das Verständnis der Waldumstrukturierung nach Störungen ist daher entscheidend für das Waldmanagement und die Erhaltung in einer Ära des globalen Wandels.
Lecina‐Diaz et al. (2026) haben diese Frage untersucht.
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