Zusammenfassung Einleitung Die Implantation von aufblasbaren Penisprothesen (IPP) ist der goldene Standard der chirurgischen Behandlung für erektile Dysfunktion, die auf medizinische Therapie nicht anspricht. Das Reservoir ist ein Schlüsselkomponente von IPPs, und größere Reservoirs wurden eingeführt, um die Fluiddynamik und Funktionalität des Gerätes zu optimieren. Ihr Sicherheitsprofil bleibt jedoch unterberichtet. Diese Studie bewertet die Ergebnisse der routinemäßigen Verwendung großer Reservoirs bei der IPP-Operation. Materialien und Methoden Wir führten eine retrospektive Studie mit 60 Patienten durch, die zwischen Januar 2022 und August 2024 im Al Wakra Hospital eine IPP-Implantation mit großen Reservoirs erhielten. Es wurden erwachsene Patienten einbezogen, die eine Standard-Reservoirplatzierung im Raum von Retzius erhielten, während Patienten mit veränderter Beckenanatomie nach vorherigen größeren Beckenoperationen ausgeschlossen wurden. Präoperative Demografie, Begleiterkrankungen, penilen Dopplerbefunde, Prothesenmerkmale und postoperative Komplikationen wurden aufgezeichnet. Alle Eingriffe wurden über einen penoskrotalen Zugang mit standardmäßiger antibiotischer Prophylaxe durchgeführt. Ergebnisse Das durchschnittliche Alter der Patienten betrug 60,2 ± 9,1 Jahre (Spanne 34–77). Begleiterkrankungen waren bei 76,6 % vorhanden, bei 65 % Diabetes. Der penilen Doppler zeigte einen venösen Leck bei 60 %, arterielle Insuffizienz bei 21,7 % und Mischkrankheit bei 11,7 %. Die Prothesentypen umfassten Coloplast (63,3 %), AMS (28,3 %) und Rigicon (8,3 %). Die verwendeten Reservoirgrößen betrugen 100 mL (28,3 %), 125 mL (63,3 %) und 110 mL (8,3 %). Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit betrug 589,4 ± 416,5 Tage. Es wurden keine Fälle von Migration, Infektion, Harnröhrenverletzung, Erosion, Geräteversagen, Schmerzen oder LUTS dokumentiert. Bei einem Patienten (1,6 %) war eine Revision aufgrund einer oberflächlichen Reservoirplatzierung erforderlich. Fazit Die routinemäßige Verwendung großer Reservoirs bei der IPP-Operation scheint sicher zu sein, ohne dass es zu einem Anstieg der größeren Komplikationen kommt. Diese Strategie kann funktionale Vorteile bieten und den chirurgischen Workflow vereinfachen, insbesondere bei Patienten, die höhere Flüssigkeitsvolumina benötigen. Größere prospektive Studien sind erforderlich, um langfristige Ergebnisse und die Patientenzufriedenheit zu validieren.
Alnadhari et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.
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