Am 24. September 2024 werden sich akademische, klinische, Gesundheits-, Sozial- und Freiwilligenpflege sowie nationale und regionale politische und staatliche Entscheidungsträger in London treffen, um den Start der Initiative "Better Health and Care Futures", die von King’s College London geleitet wird, zu diskutieren und zu gestalten. Es werden daraufhin Veranstaltungen im gesamten Vereinigten Königreich folgen. Die Teilnehmenden sind sich bewusst, dass die Herausforderungen, vor denen die Gesundheits- und Pflegesysteme stehen, komplex sind und wahrscheinlich keine einfachen Lösungen akzeptiert werden. Es gibt keine Wundermittel. Andererseits wird geschichtliche Betrachtung das Nichtstun nicht wohlwollend bewerten. Um Fokus und Richtung zu geben, umfasst Better Health and Care Futures drei Aktivitätencluster, die einen durchdachten Weg nach vorne bieten: die Notwendigkeit, eine breitere, inklusive Pflegekraft-Community zu erkennen und zu fördern; frugale Innovation zu priorisieren; und gemeinsam mit Gemeinschaften zu produzieren. Dieser Artikel fasst das Denken hinter diesen Initiativen zusammen. Globale Gesundheits- und Pflegesysteme stehen unter beispiellosem Druck durch die steigende Nachfrage nach Multimorbidität in allen Altersgruppen, demographische Veränderungen mit alternden Populationen, Personalmangel, Barrieren beim Zugang für Patienten, post-Covid-19-Erkrankungen und fiskalische Herausforderungen. Vorgeschlagene Lösungen übersehen oft Individuen mit komplexen, multimorbiden Bedingungen, wo die Belastung und Ungleichheit hoch sind, die Pflege kostspielig ist und die Ergebnisse suboptimal. Den Bedürfnissen dieser Personen gerecht zu werden, ist sowohl eine moralische als auch eine praktische Notwendigkeit, da es den Druck auf Gesundheits- und Pflegedienste verringern, den Wert der Pflege (d.h. patientenrelevante Ergebnisse im Verhältnis zu Kosten) verbessern und Leben bereichern würde. Dazu bedarf es eines neuen Paradigmas, das über bestehende disziplinbasierte Ansätze und krankheitsspezifische Interventionen hinausgeht.
Higginson et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.