Standardmethoden zur Bewertung der Schluckfunktion, wie videofluoroskopische Schluckstudien und fiberoptische endoskopische Untersuchungen, sind invasiv und umgebungsabhängig. In unserer vorherigen Studie bestätigten wir durch simultane VF-Messung, dass spezifische Wellenformen, die von einem Ohrhörer-Sensor detektiert werden, dem Zeitpunkt der Bewegung des weichen Gaumens während des Schluckens entsprechen. Ziel dieser Pilotstudie war es, die Machbarkeit und potenzielle Anwendbarkeit dieses Sensors zu beurteilen, indem die zeitliche Beziehung zwischen Schluckgeräuschen und Sensorwellenformen untersucht wurde. Der Ohrhörer-Sensor verwendet eine LED und einen Phototransistor, um Bewegungen des Gehörgangs über reflektiertes Infrarotlicht zu erfassen. Sechs gesunde Erwachsene schluckten jeweils fünfmal 3 ml Wasser, während sie den Sensor im linken Ohr und ein Halsmikrofon am Hals trugen. Schluckgeräusche (S I, S II, S III) und Wellenformpunkte (SA, SB) wurden zeitlich analysiert. Das mittlere SA-SB-Intervall betrug 0,37 ± 0,14 s. SA trat in 52,2 % der Fälle vor S I und in 100 % der Fälle vor S II auf. Zwischen SA und S I wurde kein signifikanter Unterschied festgestellt, während zwischen SB und S II ein signifikanter Unterschied bestand (p < 0,001). Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Wellenform des Ohrhörer-Sensors den Zeitpunkt der Bewegung des weichen Gaumens vor dem Durchgang des Nahrungsbolus in den Hypopharynx und die Speiseröhre widerspiegelt. Trotz der Limitierung durch eine kleine Stichprobengröße liefert diese Pilotstudie grundlegende Evidenz zur Machbarkeit der nichtinvasiven Schluckfunktionsbewertung mit einem Ohrhörer-Sensor.
Yoshimoto et al. (Do,) untersuchten diese Fragestellung.