Es ist wenig über die akademische Motivation von doppelt-exceptionalen Schülern bekannt, obwohl sie einen schützenden Faktor für den akademischen Erfolg darstellt. Geleitet von der Selbstbestimmungstheorie untersuchte diese Studie die akademische Motivation unter hochbegabten und doppelt-exceptionalen Schülern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder einer spezifischen Lernstörung (SLD), wobei die Perspektiven von Eltern und Schülern sowie das Geschlecht der Schüler berücksichtigt wurden. Die Teilnehmer waren 214 kanadische Eltern (M Alter = 41,09; 93,50 % Mütter) von hochbegabten und doppelt-exceptionalen Grundschülern sowie 103 dieser Schüler (M Alter = 9,50; 62,10 % Jungen), die online Fragebögen ausfüllten. Doppelt-exceptionale Schüler berichteten von niedrigeren Niveaus der intrinsischen Motivation, integrierten Regulation und Selbstwirksamkeit als hochbegabte Schüler. Doppelt-exceptionale Mädchen wiesen höhere Niveaus der intrinsischen Motivation und identifizierten Regulation sowie niedrigere Niveaus der Amotivation auf als doppelt-exceptionale Jungen. Diese Ergebnisse heben die Präsenz eines geschlechtsspezifischen Maskierungseffekts auf die akademische Motivation unter doppelt-exceptionalen Schülern mit ADHS oder SLD hervor und betonen die Notwendigkeit, die akademische Motivation aus einer geschlechtsspezifischen Perspektive innerhalb dieser Population zu untersuchen.
Ba et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.