Problembeschreibung: Freiwillige spielen eine entscheidende Rolle im täglichen Betrieb von Non-Profit-Organisationen (NPOs). Die Bindung von Freiwilligen bleibt jedoch eine kritische Herausforderung für NPOs aufgrund sinkender Freiwilligenquoten und hoher Fluktuation. Wir untersuchen einen kosteneffektiven Ansatz zur Verbesserung der Freiwilligenbindung, indem wir das Potenzial erfahrener Freiwilliger nutzen. Methodik/Ergebnisse: Anhand von Daten von 49.378 Freiwilligen in einer Tafel über einen Zeitraum von fünf Jahren untersuchen wir, wie die Interaktionen zwischen erfahrenen und neuen Freiwilligen die Bindung letzterer beeinflussen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Anwesenheit erfahrener Freiwilliger während eines Schicht die Bindung neuer Freiwilliger um 52% erhöht, mit einem erheblich stärkeren Effekt (125% Zuwachs) für Gruppenfreiwillige. Wir stellen jedoch fest, dass eine erhöhte Vertrautheit unter erfahrenen Freiwilligen diesen positiven Effekt zunichte macht. Dieser negative Effekt hängt von der Ungewissheit ab, die mit den Aufgaben verbunden ist, die die Freiwilligen übernehmen. Managementimplikationen: Basierend auf unseren Erkenntnissen schlagen wir eine strategische Umverteilungspolitik für NPO-Manager vor. Dieser Ansatz beinhaltet die Umverteilung von willigen erfahrenen Freiwilligen auf gleichzeitig stattfindende Schichten, in denen es an der Präsenz erfahrener Freiwilliger mangelt. Mit dem Einverständnis der Freiwilligen könnte diese Umverteilungspolitik die potenziellen negativen Auswirkungen starker sozialer Bindungen unter erfahrenen Freiwilligen mildern und gleichzeitig die Bindung neuer Freiwilliger in Schichten, die ursprünglich keinen erfahrenen Freiwilligen beinhalteten, um 14% verbessern, basierend auf konservativen Schätzungen. Geschichte: Dieses Papier wurde als Teil des 2025 Manufacturing & Service Operations Management Practice-Based Research Competition akzeptiert. Ergänzendes Material: Der Online-Anhang ist verfügbar unter https://doi.org/10.1287/msom.2025.0327.
Tipnis et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.