Hintergrund/ Ziele: Postoperative Röntgenaufnahmen der Halswirbelsäule werden routinemäßig während der stationären Behandlung und Nachsorge durchgeführt. Ziel dieser Studie ist es, den Nutzen postoperativer Röntgenaufnahmen für die Identifizierung von Instrumentierungsfehlern und den damit verbundenen Bedarf an Revisionsoperationen bei Patienten mit traumatischen Verletzungen der Halswirbelsäule zu bewerten. Materialien und Methoden: Es wurde eine retrospektive Auswertung der Akten von Patienten, die wegen traumatischer Verletzungen der Halswirbelsäule operiert wurden, durchgeführt. Klinische Notizen und radiologische Berichte wurden ausgewertet. Postoperative Röntgenaufnahmen wurden vor der Entlassung aus dem Krankenhaus und anschließend nach 2, 6, 12, 24 Wochen und nach 1 Jahr angefertigt. Patienten, die eine Revisionsoperation benötigten, definiert als jede Wiederoperation, wurden identifiziert. Die Indikationen der Patienten für die Operation wurden evaluiert. Die Ergebnisse der postoperativen Röntgenaufnahmen, die eine Änderung der Behandlung und eine Wiederoperation veranlassten, wurden analysiert. Die Sensitivität und Spezifität für postoperative Röntgenaufnahmen wurden berechnet. Ergebnisse: Insgesamt wurden 295 Patienten ausgewertet. Die Rate der Revisionsoperationen betrug 3,7 % (n = 11). Alle 11 Patienten wiesen Veränderungen in den klinischen Befunden und der körperlichen Untersuchung auf, aber nur 3 Patienten (1 %) wurden identifiziert, die aufgrund von Instrumentierungsfehlern, die bei den Röntgenaufnahmen 13, 89 und 112 Tage postoperativ sichtbar waren, eine Revisionsoperation benötigten, und keiner innerhalb des Krankenhausaufenthalts. Zwei Patienten unterzogen sich einer Revisionsoperation aufgrund eines epiduralen Hämatoms, und sechs Patienten aufgrund von Wundinfektionen. Die gesamte Sensitivität und Spezifität der routinemäßigen postoperativen Röntgenaufnahmen betrugen 27 % bzw. 100 %. Fazit: Postoperative Röntgenaufnahmen nach traumatischen Verletzungen der Halswirbelsäule haben einen geringen klinischen Nutzen für die Vorhersage von Instrumentierungsfehlern in Abwesenheit klinischer Befunde, insbesondere während des Krankenhausaufenthalts.
Patel et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.
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