Die Plasmamedizin hat sich als ein schnell aufkommendes interdisziplinäres Forschungsfeld etabliert, das die Wechselwirkung von kaltem atmosphärischen Plasma (CAP) mit biologischen Systemen untersucht. Die therapeutische Kraft von CAP beruht auf der kontrollierten Erzeugung von reaktiven Sauerstoff- und Stickstoffarten (RONS), gepulsten elektrischen Feldern und ultravioletter Strahlung, die synergistisch spezifische Bioaktivität ermöglichen. Diese Übersicht fasst die CAP-Forschung des vergangenen Jahrzehnts zusammen, einschließlich in vitro-, in vivo- und klinischen Studien in verschiedenen biomedizinischen Anwendungen, und kategorisiert die CAP-Quellen nach ihren charakteristischen physikochemischen Eigenschaften und der damit verbundenen medizinischen Relevanz. Die Diskussion hebt hervor, dass die Behandlungseffizienz bei Wundheilung, Krebstherapie und antimikrobiellen Anwendungen stark geräteabhängig ist, was die entscheidende Rolle des Designs der Plasmaquelle für klinische Ergebnisse unterstreicht. CAP zeigt signifikante antimikrobielle Effekte, reduziert die mikrobiologische Belastung und bewahrt die Integrität gesunden Gewebes. Es fördert die Hämostase und beschleunigt die Wundheilung durch Vaskularisation, Zellproliferation und Mikrozirkulation. In der Onkologie zeigt CAP selektive antitumorale Effekte, einschließlich Hautkrebs und anderen Wirbeltier-Tumormodellen. Seine Anwendungen in der Zahnmedizin spiegeln seine Vielseitigkeit in der Desinfektion und Unterstützung bei der Implantation wider. Darüber hinaus kann CAP das Wachstum von Stamm- und kultivierten Zellen über stickstoffmonoxidvermittelte Mechanismen stimulieren. Jüngste Studien haben das Potenzial von CAP bei der Oberflächenmodifikation und der transdermalen Arzneimittelabgabe hervorgehoben. Zudem haben plasmaaktivierte Medien und Lösungen aufgrund ihrer vielfältigen Anwendungen in der Plasmamedizin erhebliches Interesse geweckt. Die Übersicht bietet einen umfassenden Überblick über die gesamte verfügbare Literatur und erleichtert es biomedizinischen Wissenschaftlern, ihre weiterführende translationale Forschung auf diesem Gebiet voranzutreiben.
Talukdar et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.