Zusammenfassung Wir berichten über drei Fälle von postoperativer exogener Endophthalmitis und toxischem vorderem Segment-Syndrom (TASS) nach Vitrektomie bei luxierten intraokularen oder kristallinen Linsen sowie skleraler Fixierung einer Akreos-Intraokularlinse (IOL) mit Gore-Tex-Nahtmaterial. Nach unserem Kenntnisstand wurden postoperative exogene Endophthalmitis und TASS mit dieser Technik bisher nicht beschrieben. Bei einer 67-, 56- und 36-jährigen Patientin bzw. Patienten wurde eine Pars-plana-Vitrektomie, Linsenentfernung oder Vitreolensektomie und sklerale Fixierung der Akreos-IOL durchgeführt. Drei Tage später benötigten die Fälle 1 und 3 eine Glaskörperbiopsie und intravitreale Gabe von Vancomycin/Amikacin wegen kulturpositiver Endophthalmitis (Staphylococcus epidermidis bzw. Streptococcus pneumoniae). Fall 2 wurde wegen eines luxierten Fluocinolon-Implantats entfernt, eine Biopsie durchgeführt und intravitreale Antibiotika verabreicht; negative Kulturbefunde unterstützten die Diagnose TASS. Skleral fixierte IOLs bergen Risiken für Endophthalmitis und TASS. Große Hornhautwunden erhöhen das Risiko; daher ist sorgfältige Wundkonstruktion essenziell. Akreos-IOLs verhindern nicht die anteriore Migration von Steroidimplantaten. Ein sofortiges Management ist entscheidend.
Grassi et al. (Fri,) untersuchten diese Fragestellung.