Zusammenfassung Dieser Artikel untersucht die ‚fragile Ambition‘, die dem aktuellen Bestreben zugrunde liegt, das Völkerrecht neu zu konstruieren. Das Thema wurde auf der Jahreskonferenz der European Society of International Law 2025 inmitten wachsender geopolitischer Spannungen und abnehmendem institutionellem Vertrauen in den Vordergrund gerückt. Der Artikel argumentiert, dass diese Ambition einen erneuerten wissenschaftlichen Impuls zur Wiederbelebung der normativen Vorstellungskraft des Völkerrechts widerspiegelt. Doch sie ist anhaltend durch strukturelle Trägheit, politische Pessimismus, kulturelle Distanz, Sprachbarrieren und das Gewicht historischer Inschriften eingeschränkt. Die Analyse präsentiert die ‚fragile Ambition‘ als eine Bedingung, die durch die internen epistemischen, professionellen und institutionellen Grenzen der Disziplin geformt wird. Die Diskussion verortet diese Spannung innerhalb breiterer Debatten über die Reformierbarkeit des Völkerrechts und betont, dass eine sinnvolle Regeneration mehr erfordert als doktrinäre Innovation. Sie beruht auf den nachhaltigen Praktiken der akademischen Gemeinschaft in Bezug auf kritischen Dialog, gemeinsame Verpflichtungen und kollektive Bedeutungsbildung. Der Artikel bietet ein Framework, das erklärt, warum das Völkerrecht Schwierigkeiten hat, sich selbst zu regenerieren, und zeigt, wie Fragilität, anstatt Schwäche, als produktiver Ort für wissenschaftliches Engagement und normative Rekonstruktion dienen kann.
Qin (Sky) Ma (Tue,) hat diese Frage untersucht.