Zusammenfassung Pankreasmetastasen eines Nierenzellkarzinoms (PM-RCC) sind relativ selten. Dennoch zeigen sie ein einzigartiges biologisches Verhalten und präsentieren sich häufig als spät auftretende Metastasen mit einer relativ günstigen Prognose. Dieser Bericht stellt zwei Fälle von Pankreasläsionen vor, die 16 bzw. 20 Jahre nach radikaler Nephrektomie aufgrund eines Nierenzellkarzinoms (RCC) entdeckt wurden. Beide Patienten waren asymptomatisch, die Läsionen wurden im Rahmen routinemäßiger Gesundheitsuntersuchungen festgestellt. Beide Patienten unterzogen sich erfolgreich einer roboterunterstützten distalen Pankreatektomie mit Splenektomie. Die pathologische Untersuchung bestätigte in beiden Fällen die Diagnose PM-RCC und verdeutlicht damit die Charakteristik von ultralaten Metastasen beim RCC. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer lebenslangen Nachsorge bei RCC-Patienten sowie ein hohes Maß an Wachsamkeit bezüglich Metastasen bei neu auftretenden Pankreasläsionen. Carbonanhydrase-IX-gezielte PET/CT kann als ergänzendes Verfahren zur präoperativen Differenzialdiagnostik hilfreich sein. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass ein aggressiver chirurgischer Ansatz für Patienten in Betracht gezogen werden kann, bei denen eine vollständige Resektion als machbar erscheint.
Liu et al. (Sun,) untersuchten diese Fragestellung.