ZUSAMMENFASSUNG Dieser Artikel untersucht die jüngste Entwicklung einer Forschungssicherheits-Agenda in der EU. Als Reaktion auf Veränderungen im geopolitischen Umfeld hat die EU ihre Forschungs- und Innovationspolitik angepasst, indem sie diese Sicherheitsbedenken unterworfen hat. Auf dem Spiel steht die Norm der Offenheit in der internationalen Wissenschaft und weiter gefasst der Status der liberalen Werte und Prinzipien, auf denen die EU basiert. Um diese Entwicklung zu untersuchen, mobilisiert dieser Artikel die pragmatistische Normtransformationstheorie, die kurz gefasst vorschlägt, dass Normen durch die Neuorientierung von Konventionen und die kreative Anpassung an sich ändernde politische Umstände transformiert werden. Durch diese theoretische Linse analysiert der Artikel wichtige politische Dokumente zur Forschungssicherheit der EU aus den Jahren 2021 bis 2024 und stellt fest, dass die Norm der Offenheit in der internationalen Forschung durch die Aushandlung von zwei Hauptdiskursthesen transformiert wurde: offene/sichere Wissenschaft und nationale/globale Sicherheit. Diese Spannungen wurden letztlich zudem versöhnt, da die EU die internationale Forschungskooperation als „offen und sicher“ darstellte und als notwendig für „Risikominimierung, nicht Ablösung“ identifizierte.
Håvard Rustad Markussen (Sun,) untersuchte diese Fragestellung.
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