ZUSAMMENFASSUNG Die Forschung zur Psychologie der Religion hat eine Reihe von Funktionen betrachtet, die die Religion erfüllen kann, einschließlich solcher auf individueller, zwischenmenschlicher und intergruppaler Ebene. Die vorliegende Arbeit argumentiert, dass die Einbeziehung von Perspektiven, die auf Macht auf gesellschaftlicher Ebene fokussiert sind, diese Literatur fruchtbar erweitern und die Sozialpsychologie insgesamt voranbringen würde. Wir beginnen mit Beispielen für Funktionen auf den in früheren Arbeiten typischerweise betrachteten Analyseebenen, wie der Bedrohungsreduzierung (individuelle Ebene), der Förderung von Beziehungen (zwischenmenschliche Ebene) und der Unterstützung der Wahrnehmung, dass ihre In-Gruppe optimal von der Out-Gruppe unterschiedlich ist (intergruppale Ebene). Wir schlagen dann vor, dass Wissenschaftler sinnvoll eine vierte Analyseebene einbeziehen können, indem sie berücksichtigen, wie und warum Menschen Religion nutzen, um Ziele in Bezug auf gesellschaftliche Macht zu erreichen (z. B. die Verteilung von Macht innerhalb einer Gesellschaft zu bestimmen). Wir argumentieren, dass Menschen Religion sowohl zur Unterstützung als auch zum Widerstand gegen aktuelle Machtstrukturen nutzen können und dass Religion besonders effektiv sein kann, um Ziele in Bezug auf gesellschaftliche Macht zu fördern, aufgrund der tiefen Verbindung der Religion zur Moral im Denken vieler Laien. Diese Perspektive baut auf früheren Theorien zu Religion und Moral auf, integriert verschiedene Subbereiche innerhalb der Psychologie und stärkt die Verbindungen zwischen Psychologie und verwandten Disziplinen, um neuartige Einblicke darüber zu geben, wie und warum Menschen Religion nutzen, um gesellschaftliche Ziele zu erreichen.
Solomon et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.
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