Die Verbesserung der Kohlenstoffspeicherung (C) im Boden durch das Pflanzenmanagement kann die atmosphärischen CO₂-Niveaus mindern und die Bodenqualität verbessern. Deckfrüchte wie Borstenhafer (Avena strigosa) und gewöhnliche Wicke (Vicia sativa) können zur Kohlenstoffsequestrierung im Boden durch Wurzelbiomasse und Rhizodeposition, einschließlich Wurzelexudate, beitragen. Das Kohlenstoffspeicherungspotential auf Arten- und Sortenebene für diese Pflanzen bleibt jedoch schlecht dokumentiert, teilweise aufgrund von Schwierigkeiten bei der Messung der Wurzelexudation unter Feldbedingungen. Diese Studie verglich vier kultivierte Sorten von Borstenhafer und gewöhnlicher Wicke, wobei der Fokus auf ihrem Wurzel- und Exudat-C-Gehalt sowie ihren Stoffwechselprofilen lag. Deutliche Metabolitprofile wurden hauptsächlich auf Artenebene identifiziert. Haferwurzeln hatten einen reduzierten C-Gehalt im Vergleich zu Wickewurzeln, obwohl sie mehr Aminosäuren, Zucker, organische Säuren und spezialisierte Metaboliten enthielten. Im Gegensatz dazu war der C-Gehalt in Haferexudaten höher, mit mehr Fettsäuren und spezialisierten Metaboliten, während Wicke mehr Zucker, organische Säuren und Nukleotide exudierte. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Mischung dieser beiden Pflanzen komplementäre C-Depots erzeugen kann, die die C-Speicherung verbessern und den Aufbau eines reichen (mikrobiellen) Bodenökosystems ermöglichen.
Turpin et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.