Sport-Fanschaften sind allgegenwärtig. Sie generieren erheblichen wirtschaftlichen Wert für Vereine, Unternehmen und die gesamte Volkswirtschaft sowie persönlichen und sozialen Nutzen für Fans. Da Sportakteure bestrebt sind, das Fanerlebnis zu verbessern, sind Fans zu einem Schwerpunkt der (Sport-)Konsumentenverhaltensforschung geworden. Bislang gibt es jedoch keine umfassende Konzeptualisierung der Reise, auf der sie ihre Erfahrungen sammeln. Dominante reduktionistische und lineare Ansätze untersuchen isolierte Reisen und vernachlässigen dabei komplexe Wechselwirkungen, was zur aktuellen Fragmentierung des Sportmarkts beiträgt. Indem das Fanerlebnis als komplexes, adaptives System behandelt und mit Einblicken aus der dienstleistungsorientierten Logik, dem (Sport-)Konsumentenverhalten und dem Kundenerlebnismanagement zusammengeführt wird, liefert diese Arbeit einen Lösungsansatz. Es ergeben sich vier Propositionen, die darauf hindeuten, dass eine klebrige Reise zu einer stärkeren psychologischen Verbindung führt (1) und dass zyklische Verbindungsschwankungen essenziell für nachhaltige Fanschaften sind (2). Das Fanerlebnis wird durch zahlreiche miteinander verbundene Kernprodukt- und Produkterweiterungsreisen gebildet, die als Sportfanreise-Ökosystem konzeptualisiert werden (3). Erfahrungen als Zuschauer interagieren mit Erfahrungen als Sportteilnehmer, da beide das Gesamtengagement für den Sport ausmachen (4). Auf Grundlage der Propositionen werden Empfehlungen zur Defragmentierung und zur Förderung von Fanerlebnissen gegeben. Abschließend werden zukünftige Forschungsansätze skizziert.
Constantin Raul Pfeiffer Galvez (Thu,) studied this question.
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