Wie lässt sich erklären, dass Ernst Rabel (1874-1951), geboren in Wien, mit jüdischen Wurzeln, der Architekt des UN-Kaufrechtsübereinkommens (CISG) wurde und einer der führenden Experten für das Internationale Privatrecht ist? War dies ein bloßer Zufall oder war seine Methode, nach Ähnlichkeiten im Recht verschiedener Nationen zu suchen, anstatt nach ihren Unterschieden, das Produkt eines Universalismus, der im Beispiel des Römischen Reiches und dessen Recht und der Erfahrung des multiethnischen Reiches der Habsburger verwurzelt ist?
Jakob Fortunat Stagl (Wed,) hat diese Frage untersucht.