Zusammenfassung: Kritiker haben die "Kathexis" (Lytle Shaw) hervorgehoben, die Frank O'Hara unter seinen Lesern erzeugt. Indem O'Hara die Rohdaten des Selbst – die Namen von Liebhabern, Freunden, Künstlern und Angehörigen – präsentiert, aktiviert er das Verlangen, das redende Subjekt zu kennen, eine unverdiente Vertrautheit, die die parasozialen Anrufungen der Dichterin weiblicher Stars widerspiegelt. Doch unsere Identifikationen führen zu einer Desidentifikation: Die zitierten Namen beginnen, sich in das diskursive Muster des kulturellen Kapitals zu dekohären. Unsere Leserinvestitionen in O'Hara machen ihn zum Dichter par excellence des queeren weißen Habitus. Wie durch eine revisionistische Lesart von "Having a Coke with You" und einen intertextuellen poetischen Dialog mit Amiri Baraka demonstriert, erkundet O'Hara's Poetik die Erotik des Klassenverlangens. In seinem späten Meisterwerk "Biotherm" dramatisiert O'Hara den Zusammenbruch des bürgerlichen Egos unter dem Druck, die Gesellschaft und das Selbst zu kuratieren.
Daniel L. Swain (Do,) hat diese Frage untersucht.