Hintergrund Zervikofaziale nekrotisierende Fasziitis ist eine seltene, aber fulminante Weichgewebsinfektion, die die Dermis, das subkutane Fett und die faszialen Ebenen betrifft. Die rasche Krankheitsprogression erfordert eine zügige Diagnose und eine dringende chirurgische Intervention, um das Risiko einer systemischen Sepsis, einer Multiorgan-Dysfunktion und der Sterblichkeit zu verringern. Fallpräsentation Eine 61-jährige Frau mit psychiatrischen Begleiterkrankungen und früherem intravenösem Drogenmissbrauch stellte sich mit einer zweiwöchigen Geschichte von fortschreitendem links periorbitalem Ödem vor, das in einer vollständigen palpebralen Okklusion und einem einäugigen Sehverlust gipfelte. Bei der Aufnahme war sie septisch. Die kontrastverstärkte Computertomographie zeigte eine extensive zervikofaziale Cellulitis mit Beteiligung der orbitalen und temporalischen Kompartimente, des Masticatorraums und der anterioren zervikalen Faszie, die bis in die supraklavikuläre Region reichte. Blutkulturen isolierten Streptococcus pyogenes (Gruppe A). Management und Ergebnis Die Patientin unterzog sich einer dringenden zervikofazialen Debridement unter Allgemeinanästhesie, gefolgt von einer gezielten antimicrobiellen Therapie. Aufgrund der fortschreitenden orbitalen Beteiligung und des Risikos einer sympathischen Ophthalmie wurde eine linke orbitale Exenteration durchgeführt. Reconstructive Maßnahmen umfassten die Anwendung von biosynthetischen dermalen Matrizen. Der multidisziplinäre Input war entscheidend, darunter orale und maxillofaziale Chirurgie, Oculoplastik, Mikrobiologie, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Suchtberatung. Die Patientin zeigte klinische Verbesserungen und wurde nach sechs Wochen mit fortlaufender ambulanter Nachbetreuung entlassen. Fazit Dieser Fall unterstreicht die Virulenz der zervikofazialen nekrotisierenden Fasziitis und die Notwendigkeit einer frühen Erkennung, einer aggressiven chirurgischen Behandlung und einer koordinierten multidisziplinären Betreuung zur Optimierung der Patientenergebnisse und zur Erhaltung der Funktion.
Pari et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.
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