Beschreibung Dieser Preprint führt das Konzept der generativen KI als epistemischen Koprozessor ein. Anstatt künstliche Systeme als Werkzeuge oder autonome Agenten zu betrachten, definiert das Modell eine strukturierte Interaktion, in der menschliches Denken und probabilistische Mustererzeugung funktional gekoppelt sind. Die zentrale Annahme ist eine stabile Asymmetrie: Der Mensch bringt Absicht, Kontext und epistemische Bewertung ein, während das System strukturelle Klarheit, rekursive Umformulierung und Musterverdichtung beiträgt. Innerhalb dieser Konfiguration entsteht ein hybrider kognitiver Raum, in dem Denken nicht delegiert, sondern durch iterative Interaktionen reorganisiert wird. Das Papier umreißt die kognitiven Effekte dieser Kopplung, einschließlich erhöhter Klarheit, struktureller Verdichtung komplexer Problemm Räume und beschleunigter Hypothesengenerierung. Gleichzeitig werden inhärente Risiken wie Abhängigkeitsbildung, Bias-Verstärkung und die Illusion epistemischer Autorität identifiziert. Der epistemische Koprozessor wird als konzeptioneller Rahmen zur Analyse und Gestaltung der Mensch-KI-Interaktion vorgestellt. Das Modell ist nicht an ein spezifisches System gebunden, sondern beschreibt eine allgemeine Interaktionsarchitektur, die empirisch untersucht und in verschiedenen Bereichen wie Forschung, Schreiben und Entscheidungsfindung angewendet werden kann. Dieses Dokument ist ein Preprint. Weitere Entwicklungen und erweiterte Versionen sind geplant.
Thomas A. Blüm (Fri,) untersuchte diese Frage.