Die Modellierung komplexer konsumtiver Entscheidungsprozesse in Krisenzeiten stellt einen aufstrebenden Forschungsbereich dar, insbesondere im Kontext interkontinentaler Reisen. Diese Studie untersuchte anhand von Daten, die aus einer repräsentativen Online-Stichprobe von n = 2.021 Deutschen als potenzielle Fernreisende generiert wurden, welche soziodemografischen, psychografischen und Verhaltensfaktoren die Reisewünsche während der gegenwärtigen Ära, die durch Krisenereignisse gekennzeichnet ist, positiv (Treiber) oder negativ (Dämpfer) beeinflussten. Nach der Anwendung multipler linearer Regressionen mit dem Reisewunsch als abhängiger Variable wurde festgestellt, dass in Krisenzeiten hedonistische Reisemotive, eine hohe Risikobereitschaft und frühere Erfahrungen mit Fernreisen die Treiber des Reisewunsches sind, während soziodemografische Faktoren (z.B. Einkommen oder Alter) und der Wunsch, einen niedrigen CO2-Fußabdruck aufrechtzuerhalten, keinen signifikanten dämpfenden Einfluss ausüben. Die Ergebnisse können dazu beitragen, das Reiseverhalten in Krisenzeiten zu beeinflussen, da sie verdeutlichen, welche Reisemotive und anderen Faktoren den Wunsch nach Fernreisen in Deutschland antreiben.
Müller et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.
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