Perikarderguss ist bei Katzen selten und meist sekundär zu kongestiver Herzinsuffizienz, feliner infektiöser Peritonitis oder Neoplasien. Primäre Herztumoren sind bei Haustieren selten, wobei ihr Auftreten bei Katzen besonders ungewöhnlich ist und darunter Mesotheliom äußerst selten vorkommt. Die antemortale Diagnose stellt aufgrund der oft milden Natur der intraperikardialen Flüssigkeitsansammlung und der Schwierigkeit, neoplastische Zellen von reaktiven mesothelialen Zellen zytologisch zu unterscheiden, eine erhebliche Herausforderung dar. Eine 12-jährige Hauskatze wurde wegen Dyspnoe und Schwäche vorgestellt. Eine Ultraschalluntersuchung ergab gleichzeitig pleurale, peritoneale und perikardiale Ergüsse. Der perikardiale Erguss erschien dicht partikelt und wies multiple kleine Knoten auf der epikardialen Oberfläche auf. Die Perikardiocentese löste akut die Herzbeuteltamponade, jedoch führte ein Rückfall zur subtotalen Perikardiektomie. Die Histopathologie der chirurgischen Biopsien deutete auf ein perikardiales Mesotheliom hin. Trotz der Operation verschlechterte sich der klinische Zustand der Katze, was einen Monat später zur Euthanasie führte. Die Autopsie, Histopathologie und Immunhistochemie (positiv für Zytokeratin AE1/AE3, Vimentin, Calretinin und HBME-1) bestätigten das perikardiale Mesotheliom mit pleuraler Dissemination. Dieser Bericht beschreibt die klinischen, diagnostischen und pathologischen Merkmale eines seltenen Falls von feline Perikard-Mesotheliom und hebt den diagnostischen Wert eines multimodalen Ansatzes hervor.
Spina et al. (Sa.) haben diese Frage untersucht.