Die Beschäftigungsfähigkeit von Absolventen ist zu einem wichtigen Anliegen für Hochschulen geworden, da Arbeitgeber zunehmend erwarten, dass Absolventen nicht nur über fachspezifisches Wissen, sondern auch über eine breite Palette übertragbarer Fähigkeiten verfügen. Dennoch deutet die Evidenz darauf hin, dass häufig eine Lücke zwischen der Vorbereitung an der Universität und den Erwartungen am Arbeitsplatz besteht. Diese Studie zielt darauf ab, die Wahrnehmungen der Arbeitgeber hinsichtlich der Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen zu untersuchen, wobei der Fokus auf zwischenmenschlichen und kommunikativen Fähigkeiten, kognitiven und professionellen Kompetenzen sowie der allgemeinen Berufsfähigkeit liegt. Ein Mixed-Methods-Design wurde verwendet, um ein umfassendes Verständnis des Themas zu erhalten. Quantitative Daten wurden durch einen strukturierten Fragebogen erhoben, der 134 Arbeitgebern vorgelegt wurde, und deskriptive Statistiken wurden verwendet, um die Wahrnehmungen in drei Kompetenzbereichen zu analysieren. Darüber hinaus wurden qualitative Daten durch offene Fragen gesammelt, um die Erfahrungen und Perspektiven der Arbeitgeber zu erfassen. Die qualitativen Antworten wurden thematisch analysiert, um die Interpretation der quantitativen Ergebnisse zu unterstützen. Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Kompetenzen im Neutralitätsbereich liegen, was auf eine moderate Zufriedenheit der Arbeitgeber mit den Fähigkeiten der Absolventen hinweist. Arbeitgeber erkennen im Allgemeinen Stärken in den Bereichen Zuhörfähigkeiten, professionelles Verhalten und Eigeninitiative an. Allerdings erscheinen die Bewertungen in Bereichen wie Konfliktlösung, Zeitmanagement und insbesondere der Bereitschaft der Absolventen, den Übergang von der Universität zur Beschäftigung zu schaffen, niedriger. Qualitative Ergebnisse heben weiterhin die begrenzte praktische Erfahrung und die unzureichende Exposition am Arbeitsplatz hervor. Insgesamt kommt die Studie zu dem Schluss, dass obwohl Absolventen grundlegende Kompetenzen demonstrieren, eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Industrie sowie ein größerer Fokus auf erfahrungsbasiertes Lernen notwendig sind, um die Berufsfähigkeit und Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern.
Thi et al. (Sa,) untersuchten diese Frage.